Zwickau wurde 1118 erstmals erwähnt und ist die viertgrößte Stadt im Freistaat Sachsen. Die Vielfältigkeit von Zwickau kann auch ein Sachverständiger für Immobilien kaum an einen Tag erfassen. Gepflegte Parkanlagen, nationale und internationale Gastronomie, urige Kneipen und viele Sportstätten gibt es in der Stadt zu berücksichtigen. Dazu kommen aber auch jede Menge Einzigartiges und Unverwechselbares. Zwickau bietet für jeden etwas – modernes aber auch lebendige Historie. Theater- oder Musikfreunde, Museumsgänger, Auto-Freaks oder Liebhaber gut erhaltener Bausubstanz aus Jugendstil oder Gründerzeit werden in Zwickau bereichert.

Im frühen Mittelalter wurde in der Stadt Steinkohle entdeckt, aber die erste große Blütezeit erlebt Zwickau um 1470 durch die Funde von Silberanbrüchen. Fast zur gleichen Zeit war die Stadt auch Zentrum der Tuchmacher. Zwickisches Tuch war in Deutschland weithin ein Begriff. 1520 und 1522 predigen Martin Luther und Thomas Müntzer in Zwickau. Am 08. Juni 1810 erblickt in Zwickau der Komponist der Romantik Robert Schumann das Licht der Welt. Sein Geburtshaus hat weltweit die größte Schumann-Sammlung.In einer ständigen Ausstellung ist das Wirken und Leben von Robert und Clara Schumann zu sehen. Dieses Haus wurde 1450 erbaut und 1956 originalgetreu restauriert, anlässlich des 100. Todestages. Sein Vater, August Schumann, hatte in Zwickau einen Verlag mit einem Buchhandel und war Deutschlands erster Taschenbuchverleger. 1881 entwickelt der Feinmechaniker Carl Wolf die Benzin-Sicherheitsgrubenlampe. Für Wertermittlung und Gutachten wären die Priesterhäuser am Domhof 5-8 eine Herausforderung. Diese vier Gebäude mit steilen gotischen Dächern zählen zu den ältesten Wohngebäuden in Deutschland. Diese Bauten sind einmalig in Sachsen und die Deckenbalken im Haus 7 sind von 1264. Das zentrale Wahrzeichen von Zwickau ist das 1404 erbaute Rathaus am Hauptmarkt. Ecktürme, Zinnenkranz, Rotsiegel und das große Wappen setzen hier markante Zeichen. Gegenüber vom Rathaus steht das Kräutergewölbe von 1470 und die Löwen-Apotheke aus dem Jahre 1484. Auch diese ehemaligen, mittelalterlichen und für diesen Zweck genutzten Bauten zählen zu den ältesten Bauwerken in Deutschland. Ebenso zu erwähnen ist das Dünnebierhaus aus dem Jahre 1480 oder das Kornhaus welches um die selbe Zeit erbaut wurde und eine der ältesten und größten Profanbauten in Deutschland ist. 1473 bis 1477 wurde der Schwanenteich mit Parkanlagen erbaut und ist seit 1504 städtisches Eigentum. Sachverständige für Immobilien interessiert auch die 1900 fertig gestellte Paradiesbrücke. Diese Stahlnietbrücke überquert die Zwickauer Mulde und dient, seit 1980 technisches Denkmal, als Fußgängerbrücke. Der Röhrensteg aus dem 16. Jahrhundert ist die älteste erhaltene Holzbrücke in Sachsen. Über hölzerne Röhren wurde Trinkwasser aus dem Reinsdorfer Grund über die Zwickauer Mulde in den Brunnen der Stadt geleitet.